Produktionsprozess

Bei allen Bieren wird zuerst das Malz auf verschiedenen Temperaturstufen erhitzt, damit sich der Zucker aus dem Korn löst, welcher später zu Alkohol umgewandelt wird.
Im zweiten Schritt wird das Getreide wieder herausgenommen, sodass nur noch das zuckerhaltige Brauwasser übrig bleibt. Danach wird der Hopfen hinzugefügt und mitgekocht. Oft wird der Hopfen in verschiedenen Zeitabständen beigegeben, da der Hopfen bei längerem Kochen mehr Bitterkeit abgibt und bei kürzerem Kochen mehr Aroma. Je nach Bier werden während des Kochens auch noch weitere Zutaten wie zum Beispiel Kandiszucker, Orangenschalen oder Hibiskusblüten hinzugefügt.
Nach dem Hopfenkochen wird das Gebräu auf Gärtemparatur heruntergekühlt, damit die Hefe ihre Arbeit anfangen und den Zucker in Alkohol umwandeln kann. Je nach Hefe ist die Gärtemperatur unterschiedlich: Obergärig 15°-20°, Untergärig 0°-5°. Die Gärung dauert zwischen 3-12 Tage und je nach Bier werden während der Gärung noch Zutaten wie zum Beispiel Kaffeebohnen beigegeben.
Nach der Gärung hat das Bier noch keine Kohlensäure. Dafür fügt man entweder nach dem Abfüllen in die Flasche CO2 hinzu oder normalen Kristalzucker. Die noch vorhandene Hefe wandelt diesen Zucker dann in Kohlensäure um. Da das neu entstandene CO2 mehr Platz braucht, kann es mit der zweiten Variante zu einem Überdruck kommen. Dies kann man beim Öffnen des Bieres feststellen. Man muss es sorgfältig aufmachen, da andernfalls das Bier überschäumen könnte.
Für die Kohlensäureproduktion wird das Bier nochmals bei Raumtemperatur für 1-2 Wochen gelagert und danach für etwa 3 Wochen in den Kühlschrank gestellt um es noch weiter reifen zu lassen und die Hefe zu stoppen.
Nach über einem Monat ist das Bier dann fertig zum geniessen – Prost 🙂